Die Ankunft

Ankunft auf der Farm. Wir hatten eine relativ flotte Fahrt vom Bahnhof bis hierher, vorher herrschte noch ein heftiger Sturm der einiges von den Bäumen auf die Straße beförderte. Zusammen mit der Erschöpfung von der Reise, dem Verkehr auf der "falschen Seite", dem ein oder anderen Ausweichmanöver wegen Ästen auf der Straße gab es eine Fülle an Reizen, die aber direkt nach Ankunft auf der Farm durch die Überwältigende Schönheit der Landschaft neutralisiert wurden. Ich hoffe, daß die Fotos wenigstens ansatzweise vermitteln können, welche Erhabenheit hier von der Landschaft ausgeht. Es ist ein bisschen heilig hier, und die zwei Buddhafiguren, die ich hier gesehen habe, hätten kein besseres Plätzchen finden können. Wer sich etwas erden muss, setzt sich einfach an die Füße der Hügel, nimmt die Energie auf, die hier fließt und fließt einfach erdverbunden mit. Ich spüre, daß dies ein Fleckchen Erde sein wird, welches mich tief berühren wird. Und es schon tut. Die Nacht spielt eine bunte Musik unbekannter Mitwesen, der Mond scheint so klar und hell, daß es keine Lampe braucht.

 

Wegen dem Sturm ist Stromausfall und es gibt auch kein Wasser, alle Handys verabschieden sich nach und nach und wir merken, wie blank wir ohne unsere selbstverständlichen Gewohnheiten wie Telefon oder Toillettenspülung sind. Wir Mädels sind allein auf der Farm und könnten jetzt niemanden erreichen. Gefürchtet hab ich mich nicht, geborgen im Schoß der Mutter Natur. Und unter lieben Menschen.

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